Gun in time online

Man kennt  das ja. Kaum wagt man es, über Ikonen, die jeder supertoll findet, deren Songs oder Machwerke prinzipiell großartig wie sakrosankt sind und deren Tod man schon aus Kulturräson mehr fürchtet als den eigenen oder jenen engster Anverwandter – also, kaum wagt man es, über solche Leute ein kritisches Wort zu verlieren, wähnt man sich mitten in der Rolle des Monaco Franze während seiner berühmten Opernkritik .

Bei mir verhält es sich so mit dem gottgroßen Bob Dylan. Klar, der Mann hat unbestritten ein paar G’stanzln im Repertoire, die fein im Ohr klingen, textlich Sinn machen und zu Recht eine gewisse ikonische Relevanz im Kanon des popkulturellen Gesamtwerkes tragen – wiewohl: es gibt einfach keine originelle Möglichkeit mehr, „ Knocking on Heavens Door “ zu interpretieren. Oder „ Like a Rolling Stone .“ Aber dafür, dass sie dauernd rauf- und runterinterpretiert wie gespielt werden, können diese großartigen Songs ja nix.

Und gerade, wie man sich so überlegt, ob man das jetzt gut, wurscht oder abscheulich finden soll, dass Dylan also Sinatra covert, damit also eigentlich einem wie mir sogar ein bisserl entgegenkommt, nicht zuletzt, weil er seine Hardcore-Fans damit vergrämt, kommt „Gruber geht“ ins Kino. Jene Verfilmung eines Doris Knecht-Romans mit Manuel Rubey, Bernadette Heerwagen und Doris Schretzmayer , der schon seit einiger Zeit in vielen Medien Vorschußlorbeeren entgegenwehen und die schon ob ihrer schrägen Besetzung, aber auch dem Fernbleiben üblicher Austro-Blockbuster-Stereotype (Schalko, Düringer, Palfrader) wegen interessant klingt.




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